Studiengebühren

Seit ihrer Einführung wird die Studiengebühr kontrovers diskutiert. Auch nachdem viele Bundesländer nunmehr auf sie verzichten, wird weiter disputiert.

Pro StudiengebührenStudiengebühren
Zahlen – für eigene Vorteile

Ein Blick über den großen See reicht: In den USA sind Studiengebühren seit Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit. Dass deren System funktioniert, steht außer Frage. Auch Deutschland braucht sie, die “Studiensteuer”, immerhin fehlt es an deutschen Unis an vielen Ecken. Wer studiert, verursacht aufseiten des Staates immense Kosten. Es ist eine Frage der Fairness, wenn auch Studenten einen Teil der Kosten tragen würden. Immerhin verbessert sie ihre Lernbedingungen durch mehr Lehrpersonal. Auch die Motivation wird dadurch gefördert: Denn vor dem Hintergrund, man habe dafür zahlen müssen, lernt der Student den Wert seiner Vorlesung eher zu schätzen. Und wer der Vorlesung keinen Wert beimisst, sollte im Interesse aller der Uni fernbleiben. Das gilt namentlich für “Karteistudenten”, die sich nur des Semestertickets wegen immatrikulieren, ohne die Absicht zu haben, wirklich zu studieren.

Contra Studiengebühren
Gleiches (Lern-)Recht für alle!

Wenn die Studiengebühren tatsächlich für die Verbesserung der Lehre ausgegeben würden, wäre es ein Argument. Doch ist dies meistens nicht der Fall; vielmehr werden die Mittel dazu genutzt, um Haushaltslöcher der Univerwaltung zu stopfen. Hier fehlt die Kontrolle. Im Übrigen erscheint es paradox, wenn Azubis sogar Bezüge erhalten, während Studenten zahlen müssen. Ähnlich paradox wäre es, wenn Abiturienten zahlen müssten, während Hauptschüler kostenlos die Schule besuchen dürften. Immerhin nutzt das Studium dem Gemeinwohl. Laut Finanzministerium kommt ein Drittel der Bevölkerung für zwei Drittel der gesamten Einkommenssteuereinnahmen auf – die hauptsächlich aus Akademikern wegen ihrer regelmäßig höheren Einnahmen besteht.

Fazit: Karteistudentenproblem anders lösen

Resümierend lässt sich der Sinn der Studiengebühren sehr wohl infrage stellen – das zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass fast alle Bundesländer auf sie verzichten. “Karteistudenten” dagegen lassen sich auch anderweitig verhindern, ohne auch redliche Studenten in Sittenhaft nehmen zu müssen.

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