RFID

RFID ist weiter auf dem Vormarsch. Doch was hat es mit diesen Radio Frequency Identification Chips auf sich und warum wird über deren Einsatz so viel gestritten?
Die Einsatzgebiete der Chips werden immer Vielfältiger weswegen auch Verbaucherschützer eine Auge auf die Technologie geworfen haben.

Was ist RFID:

Durch den Einsatz von Radio Frequency Identification ist ein kontaktloses Erfassen bzw. Auslesen von Daten möglich. Dazu werden Informationen auf RFID-Tags gespeichert. Diese können dann in Form eines Aufklebers oder anderweitig auf einem Gegenstand angebracht werden. Mit Hilfe eines Transponders können die Daten dann wieder ausgelesen werden.

Die Entfernungen auf die ein Auslesen möglich ist schwanken je nach Frequenz, Sendestärke und anderen Einflüssen zwischen 80cm und 100m.

Bereits seit den 60er Jahren wird die RFID Technologie verwendet um Waren vor Diebstahl abzusichern. Seit den 70er Jahren werden diese auch eingesetzt um (Haus)Tiere zu kennzeichnen oder Bargeldlosen Zahlungverkehr zu ermöglichen.

Einsatzgebiete von RFID-Chips:

  • Logistik (Warenwirtschaft, Büchereien, etc.)
  • Barcode Ersatz für Waren im Supermarkt
  • Tiererkennung (Beispiel: Hundmarken)
  • Zeitmessungen bei Sportveranstaltungen
  • Zutrittskontrollen
  • Webfahrsperren

RFID – Pro:

  • RFID Chips können helfen Produktions- sowie Logistikkosten zu senken
  • “Barcodes der Zukunft” die auf RFID Technologie basieren, können Ausgelesen werden ohne optisch erfasst werden zu müssen
  • Es können mehrere RFID Chips gleichzeit ausgelesen (erfasst) werden, wodurch Abläufe enorm beschleunigt werden können (Beispielsweise Waren eines Einkaufs)

RFID – Contra:

  • Mit Hilfe von RFID Chips kann das (Kauf)Verhalten vieler Menschen ausspioniert werden
  • Der Einsatz von RFID Chips ist relativ teuer. Der Einsatz lohnt also nur wenn ein direkter finanzieller Nutzen durch den Einsatz entsteht
  • Da die Technik auf Induktion beruht ist ein Fehlverhalten, beispielsweise auf bestimmten Materialien wie beispielsweise Eisen, nicht auszuschließen
  • Durch den Einsatz der Chips können aber nicht nur Waren schnell ausgelesen werden sondern auch Wege der Kunden aufzeichnen
  • Bei Datenspeicherung besteht immer die Gefahr eines Mißbrauchs

Fazit:

Die Gefahr durch RFID komplett ausgepäht zu werden ist im Moment noch relativ gering. Dies kann sich jedoch auch schnell ändern. Eine Lösung bzw. ein Mittelweg zwischen Hilfe bei der Datenhaltung sowie der Problematik des gläsernen Kunden könnten vielleicht RFID Chips mit einer begrenzten Haltbarkeit sein.

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