Kaviar Wildfang

Wer  gerne Delikatessen isst hat die Problematik bestimmt schon einmal gehört. Der wild lebende Stör ist vom aussterben bedroht, doch wird weiterhin wegen seines kostbaren Rogens gefischt. Die Sichtweisen auf das Thema sind vielschichtig und werden in folgender Diskussion erklärt.

Kaviar aus Zuchtfarmen:

Manche sehen keinen einzigen Punkt für den wild gefangenen Kaviar, weil Zuchtfarmen ein perfektes Substitut erzeugen können, jedoch muss man auch an die Menschen in den Wildfanggebieten denken. Der meiste Wild gefangene Kaviar kommt aus dem Wolgadelta und wird von sehr armen Fischern nur deshalb gefangen um Ihre Familien ernähren zu können. Dabei bleibt nicht viel Geld bei den armen Fischern selbst hängen, das meiste wird von korrupten Polizisten und Schleusern einbehalten. Würde man diese Einnahmequelle nicht mehr haben, gäbe es wenig Hoffnung für die russischen Fischer.

Beluga Stör vom aussterben bedroht:

Gegen den Wildfang sprechen jedoch die gewichtigeren Argumente. Zum einen ist der Stör vor allem derjenige der Beluga Kaviar liefern kann, der Beluga Stör vom aussterben bedroht . Weiter gibt es schon technisch ausgereift Kaviarzucht Farmen, welche geschmacklich hervorragenden und gleichwertigen Kaviar, auch von Beluga Stör, Sevruga Stör und Ossietra produzieren kann. Zweitens wird die Umwelt auch durch wegfallen der weiten Transportwege entlastet, weil die Zuchtfarmen zum großen Teil auch in Deutschland oder Frankreich ansässig sind.

Wildfang – Pro:

  • Kaviar Wildfang schafft Fischern eine Existenz

Wildfang – Contra:

  • Viele Kaviararten sind vom aussterben bedroht
  • Durch Zuchtfarmen verringern sich Transportwerge

Fazit:
Als Fazit kann man sagen, dass der Zuchtkaviar den Wildfang auf lange Sicht ablösen muss, jedoch die Armen Bauern und Fischer im Wolgadelta durch evtl. Subventionen von den Zuchtfarmen unterstützt werden sollte um nicht eine ganze Region durch Beraubung seiner Haupteinnahmequelle dem Untergang zu weihen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *