Lange Jahre genossen die Mobilfunkgesellschaften ein exponentielles Wachstum. Wie auch in anderen Bereichen flachten sich die Wachstumspfade aber auch bei den Handys irgendwann ab. Um ein weiteres Umsatzwachstum zu generieren, gingen die meisten mobilen Telefongesellschaften dazu über, den Festnetzgesellschaften Gesprächsminuten abzujagen. Dies geschah mit Hilfe von zwei Produktinnovationen.
Virtuelle Festnetznummern:
Die erste Produktinnovation war die virtuelle Festnetznummer. Dem Teilnehmer wurde in bestimmten Tarifen, neben der Mobilfunknummer eine weitere Telefonnummer nämlich eine virtuelle Festnetznummer zugewiesen.
Diese virtuelle Rufnummer hatte den Vorteil, dass der Teilnehmer auch aus dem Festnetz zu Festnetzkonditionen von Festnetzteilnehmern angerufen werden konnte. Über die so genannten Interconnection-Gebühren konnten die Mobilfunkgesellschaften an dieser Stelle bereits zusätzliche Einnahmen generieren.
Festnetzzonen:
Des Weiteren wurden durch die Einrichtung von Festnetzzonen aus denen heraus zu Minutenpreisen wie im Festnetz mobil telefoniert werden konnte, zusätzliche Märkte erschlossen, die bis dato dem Festnetz vorbehalten waren.
Minutenpakete:
Bei vielen Providern können mittlerweile auch Minutenpakete gebucht werden. Dabei erhält man Monat für Monat ein Kontigent an Freiminuten. Je nach Vertrag kann man mit diesen Freiminuten dann in alle, oder teilweise auch nur in bestimmte Telefonnetze, kostenfrei telefonieren.
Angesichts dieser Entwicklungen stellt sich die Frage, ob das Handy das Festnetz ersetzen kann?
Pro:
Kontra:
Fazit:
Die mobilen Kommunikationskosten sind im Fallen begriffen. Das ist sehr zu begrüßen. In der Praxis ist das Handy aber (noch) kein vollwertiger Ersatz für das Handy. Durch Endgeräte wie GSM-Tischtelefone kommt aber wenigstens schon so etwas wie Festnetzfeeling auf, auch wenn man technisch betrachtet mobil telefoniert. Eine Alternative wäre es noch ein Handy zu nutzen und für Telefongepräche ins Festnetz Internettelofonie (VoIP) zu nutzen.
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