Exzessiver Alkoholkonsum bei Jugendlichen wird mehr und mehr zu einem Thema, dass die Gesellschaft aus der Bahn wirft, denn inzwischen ist es schon einige Male zu schlimmen Zwischenfällen gekommen, bei denen Kinder und Jugendliche massive Folgen erleben mussten, nachdem sie sich betrunken hatten.

Exzessiver Alkoholkonsum bei Jugendlichen in Lingen

Die Stadt Lingen will nun gegen den starken Konsum vorgehen, indem Testkäufe durchgeführt werden, bei denen Kinder Alkohol erwerben und man im Nachhinein die Geschäfte, die sich darauf einlassen mit einem Bußgeld belegt. So will man in Lingen erreichen, dass die Geschäfte keinen Alkohol mehr an Kinder und Jugendliche heraus geben, damit diese nicht mehr in der Lage sind sich diesen zu verschaffen. Sicherlich ist der Ansatz zur Hilfe somit dar, doch eigentlich wird damit nur ein Symptom und nicht die Ursache beseitigt, denn sicherlich werden die Teenager auch dann noch einen Weg finden an Alkohol zu kommen, wenn die Verkäufer vorsichtiger geworden sind. Vielmehr ist es im Grunde genommen ja so, dass der Reiz des Verbotenen sich durch solche Erschwerungen noch verstärkt und der Konsum wohl eher noch reizvoller werden wird. Warum Kinder und Jugendliche trinken und an welchen Faktoren es liegt, dass sie nicht versuchen ihre Probleme auf anderem Wege zu lösen, danach fragen die Politiker nicht, denn diese Ursachen zu beseitigen wäre sicherlich sinnvoller.

Pro Vorgehensweise gegen exzessiven Alkoholkonsum:

  • Verkäufer werden sensibilisiert
  • Die Staatskasse füllt sich durch die Bußgelder

Contra Vorgehensweise gegen exzessiven Alkoholkonsum:

  • Ursachen bleiben bestehen
  • Alkohol gewinnt noch mehr Reiz, weil er schwerer zu bekommen ist
  • Hilfe für die Jugendlichen gibt es nicht, stattdessen Strafen für die Verkäufer

Fazit:
Sicherlich ist es ein netter Ansatz dafür zu sorgen, dass Alkohol für Jugendliche nicht mehr so leicht bekommen ist, aber viel wichtiger wäre es zu ergründen, wieso Kinder trinken und wie man etwas gegen die Ursachen machen könnte. Der Halt, der Jugendlichen fehlt, die zur Flasche greifen, sollte gestärkt werden, anstatt ihnen den Ersatz für den Halt zu nehmen. Dies ist jedoch nicht nur ein Problem in Lingen sondern dürfte die meisten deutschen Städte betreffen.