Hanf als Rohstoff

In Zeiten steigenden Rohstoffpreise und sich verknappender Ressourcen sucht die Menschheit wieder intensiver nach alternativen. Dies gilt genauso für die energetische als auch die stoffliche Nutzung von agrarischen Rohstoffen. Weil die Benzinpreise bereits die Schmerzschwelle überschritten haben, ist Biodiesel ein Thema. Das gleiche gilt im Kunststoffbereich. Plastik wird teurer weil das Inputmaterial Mineralöl preislich geradezu explodiert ist. Aufgrund dieser prekären Situation wird nach Alternativen auf Stärke oder Milchsäurebasis gesucht.

Hanf als Rohstoff:

Die Hanfpflanze könnte schon bald eine Interessante Rolle bei nachwachsenden Rohstoffen haben. Neben der Drogenwirkung ist Hanf hinsichtlich Ihrer Rolle als Rohstofflieferant bereits heute ein Thema. Bereits jetzt werden beispielsweise Hutablagen für Autos aus Hanffasern hergestellt. Und gerade in den Bereichen der Massenherstellung sind nachwachsende Rohstoffe von großer Bedeutung.

Nutzhanf:

Bereits seit mehrere tausend Jahren wird Hanf als Rohstoff für eine vielzahl von Gegenständen verwendet. Schon um 3000 v. Chr. wurde Hanf zur Nutzung von Papier verwendet. Später wurden auch Kleidung, Seile und Taue hergestellt. Den Durchbruch schaffte der Nutzhanf aber erst viele Jahre später um 1985. Seitdem kam es zu einem regelrechtem Hanfboom. Mittlerweile werden 14 verschiedene Sorten von Nutzhanf angebaut.

Pro:

  • Preissteigerungen an den Rohstoffmärkten machen Nawaros interessant
  • Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen sind kompostierbar
  • Produkte aus Biomasse können problemlos thermisch verwertet werden
  • In der Regel sind Produkte aus Nawaros aus gesundheitlicher Sicht unproblematisch
  • Bei bestimmten Anwendungen sind die Produkteigenschaften durchaus überlegen

Kontra:

  • Die Entwicklung neuer Produkte ist teuer, Preisanstiege an Rohstoffmärkten könnten vorrübergehender Natur sein
  • Produktqualität bei vielen Produkten gegenüber konventionellen Varianten noch unterlegen
  • Bei der Produktion von nachwachsenden Rohstoffen kommt es zu einer Flächenkonkurrenz mit der Lebensmittelproduktion, wodurch deren Preise steigen

Fazit:

Es gibt gewichtige Argumente für die Nutzung pflanzlicher Biorohstoffe. Bei der Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht mit der Lebensmittelproduktion konkurriert. Ein gutes Beispiel ist der Hanf. Die Hanfsamen können gegessen werden, während die Fasern für technische Anwendungen nutzbar sind.

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