Die Wandelanleihe oder auch Convertible Bond stellt wie eine standardmäßige Anleihe eine Schuldverschreibung dar, die dem Käufer regelmäßige Zinszahlungen und nach einer vorher festgelegten Laufzeit die Tilgung der verliehenen Summe gewährt. Zusätzlich hat der Besitzer einer Wandelanleihe aber das Recht, statt einer Tilgung der Anleihe Aktien des ausgebenden Unternehmens zu kaufen.
Wandelanleihen
Die Umwandlung der Wandelanleihen in Aktien ist mit einem festen Umtauschverhältnis geregelt. Beispielsweise kann der Halter dieser Anleihen im Verhältnis 5:4 fünf Wandelanleihen in vier Aktien tauschen. Meistens muss er noch Geld zuzahlen, um den Kauf perfekt zu machen. Durch den Tausch von Anleihen in Aktien wird der Fremdkapitalgeber zum Shareholder (Teilhaber) der Aktiengesellschaft. Da der Anleger bei der Wandelanleihe den Vorteil hat diese in Aktien umzuwandeln ist der Zinssatz im Vergleich zu normalen Anleihen niedriger.
Fazit:
Die Wandelanleihe versucht die Vorteile einer Aktie mit denen einer Anleihe zu kombinieren. Der Anleger hat durch eine Wandelanleihe die Sicherheit von regelmäßigen Zinszahlungen wie bei einer standardmäßigen Anleihe und kann zusätzlich von möglichen Kurssteigerungen der emittierenden Aktiengesellschaft profitieren. Dabei darf natürlich auch nicht das Risiko außer Acht gelassen werden. Die Verzinsung ist niedriger als bei anderen Anleihen. Fällt der Kurs der AG unter die Summe aus Umtauschkurs und möglicher Zuzahlung wird das Recht auf Erwerb der Aktien wertlos. Ist dies der Fall, hätte der Anleger lieber in normale Anleihen investieren sollen, um so eine höhere Rendite zu erwirtschaften.
Mehr zu diesem Thema: