Wohnungsbauprämie

Die Wohnungsbauprämie (WoP) wurde 1952 vom Staat eingeführt, um dem stetig zunehmenden Problem der Wohnungsnot gerecht zu werden. Die Wohnungsnot entstand durch den zweiten Weltkrieg, welcher viele Menschenleben, Häuser und Gebäude forderte.
Daher gibt es seit dem eine staatliche Subvention für Wohnungen und Häuser. Alle Personen die mindestens 16 Jahre alt und unbeschränkt steuerpflichtig sind, haben das Recht bzw. den Anspruch auf eine Wohnungsbauprämie gemäß dem Wohnungsbauprämiengesetz in Deutschland. Dennoch gibt es ein paar Richtlinien zur Vergabe der Prämie. Jeder Antragssteller sollte eine gewisse Einkommensgrenze nicht überschreiten und prämienbegünstigte Aufwendungen leisten.

Einkommensgrenze:

Grundsätzlich können Prämien in Anspruch genommen werden, wenn die Einkommensgrenze für einen Alleinstehenden 25.600 € und für Verheiratete 51.200 (insgesamt) € im Jahr nicht überschreitet. Bei Antragsstellern mit Kindern, wird das zu versteuernde Einkommen um 5.808 € je Kind reduziert.

Prämienbegünstigte Aufwendungen und Förderkapazitäten:

Prämienbegünstigte Aufwendungen sind begünstigt, da diese zur Förderung des Wohnungsbaus dienen. Darunter gelten Beiträge für Bausparkassen und Sparverträge die zur Kapitalansammlung dienen, mit dem Zweck ein Wohneigentum zu erwerben oder zu bauen. Es werden kalenderjährlich Aufwendungen in Höhe von 512 € für Alleinstehende oder 1024 € für Verheiratete Personen bezuschusst. Generell beträgt die Prämie 8,8 % für Guthabenzinsen auf einem Bausparguthaben und laufende Bausparverträge.

Argumente für (pro) und gegen (kontra) eine Wohnungsbauprämie

Wohnungsbauprämie – Pro:

  • Gegen Ende der Laufzeiten von Bausparverträgen gibt es ein Darlehen zu besonders günstigen Konditionen
  • Sondertilgungen sind möglich
  • Arbeitnehmerzulage in Form von vermögenswirksamen Leistungen (VWL), wobei auch hier eine Einkommensgrenze gilt. Bei Alleinstehenden beträgt diese Grenze 17.900 € und bei Verheirateten 35.800 €. In der Regel werden maximal 470 € pro Person bezuschusst. Dies ist eine maximale Zulage von 9 %

Wohnungsbauprämie – Contra:

  • Die WoP darf nur zum Erwerb oder Bau von Wohneigentum verwendet werden. (ansonsten ist Sie zurück zu zahlen)
  • Sehr lange Laufzeiten der Verträge
  • Niedriger Zinssatz in der Ansparphase
  • Niedrige Rendite im Vergleich zu anderen Geldanlagen
  • Anspruch auf WoP nur, wenn der Vertrag länger als sieben Jahre besteht

Fazit:

Die Förderungsbedingungen für die Wohnungsbauprämie werden ab dem 01. Januar 2009 um ein vielfaches strenger als zuvor. Momentan ist die WoP an eine Frist von sieben Jahren gebunden. Nach dieser Frist steht dem Bausparer sein Geld zur freien Verfügung (nicht mehr Zweckgebunden). Ab 2009 verfällt diese Frist und der Bausparer ist ewig zweckgebunden. Dass heißt, dass er die WoP nur erhält wenn er sie zum Erwerb oder Bau von Wohneigentum benutzt.

2 Comments

  1. Versicherung Siggi September 4, 2008
  2. steffano March 20, 2012

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