Heizung mit einer Solaranlage

Ständig steigende Energiekosten für fossile Brennstoffe und die Notwendigkeit unser Klima und unsere Umwelt zu schützen machen es erforderlich auch bei der Wärmeerzeugung für die Heizung unserer Gebäude neue Wege zu gehen und moderne Techniken einzusetzen. Eine dieser Techniken ist sicherlich der Einsatz einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung oder zumindest, als Zusatz Energiequelle für die Herstellung von Warmwasser.

Während noch bis vor einigen Jahren Solaranlage, als eher unrentabel anzusehen waren, müssen heutige moderne Solaranlagen, mit technisch ausgereiften Sonnenkollektoren, die hohe solare Nutzungsgrade bieten, den Vergleich zu anderen Energien durch aus nicht scheuen. Hierzu beigetragen hat auch der Einsatz von Pufferspeichern, für die Wärmespeicherung oder die Weiterentwicklung von modernen Schichtspeichern mit Temperatur gesteuerten Schichtenladesystemen.

  1. Solaranlage zur Wärmeerzeugung für Warmwasser
    Solaranlagen die ausschließlich zur Wärmeerzeugung für die Warmwasserbereitung gebaut werden benötigen nur eine relativ kleine Kollektorfläche, bei einem Standard Einfamilienhaus ca. 6-12 m². Die eigentliche Energieersparnis ist eher gering
  2. Solaranlage zur Heizungsunterstützung
    Für derartige Solaranlagen werden deutlich größere Flächen für die Sonnenkollektoren benötigt. Damit ein hoher solarer Deckungsgrad erreicht wird muss, die aus der Solaranlage gewonnene Wärmeenergie in einem Pufferspeicher zwischengespeichert werden. Außerdem sind Flächenheizungen für die Wärmeverteilung erforderlich.
  3. Heizung nur mit der Solaranlage
    In unseren Breitengraden ist die Wärmeerzeugung für ein Gebäude ausschließlich über die Solaranlage, nur möglich wenn die im Sommer gewonnen Wärme zum Beispiel im Erdreich zwischengespeichert und im Winter über eine Wärmepumpe der Heizungsanlage wieder zur Verfügung gestellt wird. Die Technik hierfür ist relativ aufwendig und teuer, dafür kann man sein Gebäude aber nahezu ohne den Einsatz von fossilen Brennstoffen beheizen.

Pro:

  • Umwelt und Klima werden geschützt
  • Geringe Betriebskosten

Kontra:

  • Anschaffungskosten für die Anlagentechnik relativ hoch
  • Erhöhter Wartungsaufwand
  • Gebäudearchitektur muss der Solaranlage angepasst sein
  • Vollversorgung nur bei entsprechender Auslegung der Heizungstechnik möglich

Fazit:
Solaranlagen sind sich voll im Trend, Umwelt und Klima zu schützen und dabei noch Kosten für die Brennstoff Beschaffung zu sparen. Bei älteren Gebäuden ist vielfach nur der Einsatz von Solaranlagen für die Warmwasserbereitung möglich, wenn nicht bereits entsprechende Heizflächen, wie eine Fussbodenheizung vorhanden sind. Es gibt zwar etliche staatliche Förderzuschüsse für Solaranlagen, trotzdem sollten hier keine Wunder erwartet werden. Mit einer Solaranlage für die Warmwasserbereitung, kann man im Jahr ca. 200 bis 300€ bei einem Standard Einfamilienhaus sparen. Die Kosten für eine derartige Anlage liegen etwa bei 3000€. Selbst bei voller Ausnutzung der Förderung durch den Staat benötigt man ca. 7 bis 8 Jahre damit die Anlage sich amortisiert. Wer bei den Solarzellen Geld sparen möchte, sollte nach sogenannten Dünnschicht-Solarzellen ausschau halten. Diese sind bei der Herstellung wesentlich günstiger als herkömmliche Solarzellen.

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