Anschlussfinanzierung

Wer ein eigenes Haus kaufen oder bauen bzw. eine Wohnung erwerben will, der wird hierzu meist neben einem gewissen Prozentsatz an Eigenkapital auf ein Darlehen bzw. eine andere Finanzierungsvariante zurückgreifen.Neben der Hausbank kommen dabei für immer mehr Käufer bzw. Bauherren unabhängige Vermittler oder Plattformen in Betracht, welche es dem potenziellen Kreditnehmer dank eines umfassenden Marktüberblicks ermöglichen, sich aus teilweise mehreren hundert Angeboten das günstigste heraussuchen zu lassen. Derart gewappnet lassen sich jede Menge Zinsen und damit bares Geld sparen.

Anschlussfinanzierung mit Forwarddarlehen:

Meist haben diese Finanzierungen eine vereinbarte Laufzeit, über welche der Zinssatz festgeschrieben ist (siehe dazu auch den Vergleich auf . Nach Ende dieser Zinsbindungsphase kann die Bank entweder den Zins anpassen oder aber der Kreditnehmer kann den Kredit durch eine andere Bank ablösen lassen, indem er dort eine so genannte Anschlussfinanzierung oder ein Forward-Darlehen aufnimmt. Die Grundzüge dieser Darlehensvariante finden interessierte Leser auf folgender Seite: Anschlussfinanzierung mit Forwarddarlehen.

Doch was spricht eigentlich für und was gegen die Aufnahme eines solchen zweiten Darlehens:

Anschlussfinanzierung – Pro:

  • Der Kreditnehmer sichert sich schon weit im Voraus ein bestimmtes Zinsniveau, was Planungssicherheit und Kostentransparenz schafft
  • Steigen die Bauzinsen bis zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme des Darlehens, profitiert der Kreditnehmer vom bereits gesicherten niedrigen Zinsniveau

Anschlussfinanzierung – Kontra:

  • Sichert sich ein Kreditnehmer ein aktuelles Zinsniveau und fallen die Bauzinsen bis zu dem Zeitpunkt, an welchem er sein bestehendes Darlehen umschulden lässt, zahlt er höhere Zinsen als dann nötig
  • Der Wechsel einer Bank im Rahmen der Anschlussfinanzierung ist meist mit – wenngleich geringen – Gebühren für die Abtretung der Grundschuld in Höhe von etwa 0,25 bis 0,30 Prozent der umzuschuldenden Summe verbunden
  • Viele Banken berechnen Zinsaufschläge, die umso höher sind, je länger der Zinssatz im Voraus festgeschrieben werden soll

Fazit:

Mit einer Anschlussfinanzierung können Verbraucher bis zu mehrere zehntausend Euro sparen, wenn sie sich rechtzeitig vor Ende der Zinsbindungsfrist ihres ersten Darlehens ein niedriges Zinsniveau sichern. Die Zinsaufschläge für Vorlaufzeiten von einem bis drei, in einigen Fällen sogar fünf, Jahren sind dadurch zu verschmerzen, dass sich oftmals ein halber Prozentpunkt oder mehr an Zinsen einsparen lässt.

Clevere Bauherren, deren Zinsfestschreibung in einem bis fünf Jahren ausläuft, sind also gut daran beraten, sich schon jetzt nach günstigen Angeboten für Forwarddarlehen umzuschauen.

2 Comments

  1. Baufinanzierung Beratung December 10, 2008
  2. Anschlussfinanzierung January 5, 2009

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