Nahezu auf der ganzen Welt entscheiden Titel und Abschlüsse über den Erfolg und das Scheitern im Berufsleben. Aber sind diese Titel denn überhaupt ein guter Weg um die Qualitäten die ein Mitarbeiter in eine Firma bringt zu bestimmen? Gibt es nicht viel wichtigere Eigenschaften die nicht berücksichtigt werden?
In Deutschland ist jedem Schulabgänger vollkommen klar, dass jemand, der einen Hauptschulabschluss hat im Berufsleben weniger weit kommen wird, als jemand mit einem hervorragenden Abitur. Und damit ist es nicht getan: Wenn man das Abitur in der Tasche hat gilt es zu studieren um dann den Bachelor zu erlangen und der ist natürlich weniger Wert, als der Master. Wer dann noch bessere Chancen haben will, schreibt eine Doktorarbeit um ein Dr. vor seinen Namen schreiben zu dürfen. Fakt ist, dass der größte Teil der Deutschen Unternehmer besonders auf Titel achtet wenn es gilt Mitarbeiter in höheren Positionen einzustellen. Wie weit manche Menschen gehen um solch einen Abschluss zu erlangen, kann man der Seite titel-kaufen.de entnehmen: Die Satireseite tarnt sich als “seriöser” Anbieter für gefälschte Titel und bekommt regelmäßig Mails von Studenten, Dozenten und sogar Politikern, die bereit sind eine Menge Geld für eines der begehrten Diplome auszugeben. Man sieht also, dass ein Titel oder ein Abschluss in unserer Gesellschaft ein Statussymbol ist, das seinesgleichen sucht.
Doch sind diese Abschlüsse denn wirklich der beste Weg, um die Qualitäten von Menschen einschätzen zu können? Bringt jemand, der einen Doktortitel hat, einer Firma automatisch mehr Gewinn als jemand mit einem Bachelor? Und gehen durch dieses System nicht viel wichtiger Qualitätsmerkmale, wie zum Beispiel eine gute Menschenkenntnis oder eigenständiges Arbeiten verloren oder geraten immer weiter in den Hintergrund?
Deshalb stellt sich die Frage, was für und was gegen Titel und Abschlüsse als Leistungsmerkmal spricht.
Pro:
Kontra:
Fazit:
Abschlüsse und daraus resultierende Titel sind wichtig, um Unternehmen die Möglichkeit zu geben, eine Vorsortierung der Bewerber durchzuführen. Allerding müssen sich alle Beteiligten darüber im Klaren sein, dass ein Titel allein nicht ausreicht um der geeignete Kandidat für einen Posten zu sein. Deshalb sollte ein Abschluss niemals der alleinige Grund sein, sich für den einen oder anderen Bewerber zu entscheiden.
Mehr zu diesem Thema: