Bei der Riester Rente handelt es sich um eine staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge. Das Grundkonzept ist denkbar einfach: Der Arbeitnehmer wendet im Erwerbsleben einen kleinen Teil seines Einkommens für seine Altersvorsorge auf, erhält dafür anteilig Zuschüsse vom Staat und kann sich dann im Ruhestand über eine monatliche Leibrente freuen.
So funktioniert die Riester Rente:
Der Arbeitnehmer muss maximal 4 % seines sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens an Altersvorsorgebeiträgen aufwenden, um die maximale Förderung durch die Altersvorsorgezulage erhalten zu können.
Alternativ können Beiträge zur Riester Rente auch bis 2.100 Euro über den Sonderausgabenabzug steuerlich geltend gemacht werden. Die 2.100 Euro werden separat zum Sonderausgabenabzug für andere Versicherungen gewährt, beispielsweise die Haftpflicht.
Die Riester Rente gibt es in drei verschiedenen Formen:
Flexibilität:
Als Sparer können Sie erst zum Rentenbeginn oder frühestens aber mit 60 Jahren über Ihre Riester Rente verfügen. Ihnen steht ein 30prozentiges Kapitalwahlrecht zu, die restlichen 70 % werden in jedem Fall als monatliche Leibrente ausgezahlt.
Riester Verträge können nicht wie Kapitalversicherungen willkürlich beliehen werden. Allerdings ist die Entnahme zum Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum möglich.
Grundsätzlich kann die Höhe der geleisteten Beiträge jederzeit angepasst werden, Sonderzahlungen sind grundsätzlich möglich. Allerdings unterscheiden sich hier die Bestimmungen der Anbieter.
Rendite:
Die Rendite der Riester Rente hängt maßgeblich von der eigenen Förderquote und der Qualität des gewählten Riester Vertrags ab.
Die höchsten Renditechancen versprechen Riester Fondssparpläne. Aus Kostensicht liegt der Riester Banksparplan klar vorn. Die Riester Rentenversicherung ist jedoch die einzige Form der Riester Rente, bei der Ihnen von Anfang an eine garantierte Rentenhöhe genannt werden kann.
Pro:
Kontra:
Fazit:
Grundsätzlich ist die Riester Rente sowohl ein empfehlenswerter Grundbaustein als auch eine interessante Ergänzung für die private Altersvorsorge. Erste Wahl ist die staatlich geförderte Altersvorsorge insbesondere für Berufsanfänger und junge Familien.
Wer bereits umfangreiche Altersvorsorgemaßnahmen getroffen hat, kann die Riester Rente abschließen sollte aber die steuerlichen Gegebenheiten berücksichtigen.
Aber Vorsicht: Nicht alle Riester Produkte eignen sich auch für jeden Sparer, zu groß sind Unterschiede in Bezug auf Sicherheit, Flexibilität und Rendite. Ältere Sparer und jene, die den Erwerb von Wohneigentum planen, sind mit einem Riester Banksparplan am Besten bedient. Riester Fondssparpläne eignen sich vor allem für junge Sparer. Die Riester Rentenversicherung ist das am Besten planbare Produkt.
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1 Kommentar für "Riester Förderung"
Zur Pro und Kontra möchte ich noch auf folgende Punkte anmerken:
Pro Riester-Rente:
- die Staatliche Unterstützung zur Kapitalbildung (Förderbeiträge bzw. Steuervorteile)
- sichere Altersvorsorge durch Kapitalerhaltgarantie und dadurch ein sicherer Baustein innerhalb des Gesamtkonzeptes der Aptersvorsorge
- Möglichkeit, bis zu 30% als Einmalzahlung bei Rentenbeginn auszuzahlen
- Lebenslange Rente
Kontra zur Lebensversicherung:
- Besteuerung in der Entnahmephase
- keine Flexibilität und Zugriffsmöglichkeit bei kurzfristigem Geldbedarf (kann aber auch ein Vorteil sein, dass die Altersvorsorge nicht “Zweckentfremdet” wird)
- keine Auszahlung, wenn man im Alter im Ausland wohnt
Als EIN Baustein innerhalb der Altersvorsorge ist die Riester-Rente auf jeden Fall einzusetzen. Die staatlichen Vorteile sollte man auf jeden Fall mitnehmen. Wer sich für einen Vertrag entscheidet, sollte jedoch auf jeden Fall einen Riester-Vergleich machen. Hier werden neben den unterschiedlichen Angeboten von Gesellschaften auch die unterschiedlichen Anlageformen verglichen. Ein entsprechender Vergleich kann auf meiner Seite angefordert werden.